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Im fast fertigen nagelneuen WIFI Campus in Dornbirn fand mein erster gemeinsam mit dem WIFI organisierter Vortrag statt. Rund 18 Teilnehmer kamen (aufgrund der zur Zeit etwas konfusen Verkehrssituation in Dornbirn nicht alle prünktlich), um sich den Kerl und seine Thesen näher anzusehen, der mit seinem provokanten Vortrags-Titel Mao mit Kapitalismus auf eine Stufe stellte.

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Die Fragen nach dem Vortrag zeigten, dass das Thema "Guerilla-Marketing" sehr wohl in den Köpfen herumschwirrt - alleine was diese Philosophie tatsächlich an praxisgerecht eingesetzbaren Tools bietet, ist aufgrund des diffusen Angebots im Internet nicht wirklich klar. Ich hoffe, dass mein Vortrag die Anwesenden dazu anstiften konnte, wenigstens die ein oder andere kleine Angewohnheit zu überdenken und tatsächlich manche Dinge im Business wie im Privatleben ein bisschen wie ein Guerilla zu sehen. Auf diesem Wege noch einmal mein Dank an alle Zuhörer für Ihr Interesse - ob sie nun über das WIFI-Kursbuch oder über meine Website auf den Vortrag aufmerksam geworden sind. Und natürlich gilt an dieser Stelle auch mein Dank an Markus Metzger vom WIFI, der so mutig war, dieses provokante Thema im Kursprogramm 2008 aufzugreifen. Tiefer ins Thema einsteigen kann man mit den angebotenen Halbtages-Seminaren, die direkt auf den Vortrag aufbauen bzw. mit dem Zwei-Tages-Kurs, der sowohl vom WIFI (im April) als auch von mir direkt (im September) angeboten wird.



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    ich versuch das einfach mal anhand eines beispiels zu erklären. einer meiner kunden - eine brauerei in deutschland - hatte zwar einen schönen kommunikativen auftritt, einen frechen slogan und natürlich ein gutes produkt. doch irgendwie wurden die inhaber den verdacht nicht los, dass man auf der stelle tritt. in der gastronomie der region gut vertreten, stagnierte jedoch der flaschenbier-absatz, denn otto normalverbraucher trank lieber irgendeine nationale marke als das heimische bier, das um die ecke gebraut wird. warum ist das so?

    scouting textbild 01

    wie kann man dieses muster aufbrechen? welche grundlegenden gedanklichen veränderungen müssen bei den konsumenten stattfinden, vor allem aber auch in der brauerei selbst? wo ist eine „kältebrücke“ zwischen nach außen vermitteltem image und tatsächlich innerbetrieblich gelebter vision? ist da überhaupt eine vision? welches verständnis und emotionales bild vom eigenen unternehmen haben die mitarbeiter. welche emotionalen bindungen zur marke bestehen draußen am markt? mit welchen aktionen, ideen und kampagnen kann man all diese strukturen aufbrechen und wieder in verbindung bringen?
    ist klassische werbung hier überhaupt sinnvoll? all diese fragen wurden nun in mehreren brainstorming-runden mit geschäftsleitung, mitarbeitern, der betreuenden werbeagentur und auch außenstehenden personen durchgegangen. neben diversen kreativitätsmethoden (word-to-picture/picture-to-word, negativ-argumentation, rollenspiele, analogietechniken etc.) genügt es oft schon, wenn ein außenstehender (scout) mit seiner „naiven“ sichtweise auf das unternehmen und seinen markt „dumme“, provokante fragen stellt.

    scouting textbild 02

    der scout ist weder in innerbetriebliche hierarchien eingebunden und muss in seiner argumentation nicht „taktieren“, noch hat er die scheuklappen des alltagsgeschäfts auf.
    einige meiner kunden nutzen mich lediglich als externen „brainstorming“- partner wenn es um entwicklung und/oder einführung neuer produkte geht (manche sogar in regelmäßigen abständen als „impuls-geber“ von außen, damit die losgetretenen aktionen nicht gleich wieder in unreflektierten routinen verkommen), anderen unternehmen helfe ich bei der ausarbeitung des marketing-briefings für die agentur, wieder andere buchen ein betriebsinternes seminar, um all jenen mitarbeitern, die im kundenkontakt stehen, neue ideen und freche anregungen für ihre alltägliche arbeit zu geben. bei all diesen einsätzen bin ich immer sehr darauf bedacht, tief genug in das zu beratende unternehmen einzusteigen, um des pudels kern zu begreifen, und gleichzeitig weit genug außerhalb der struktur zu bleiben, um den über- und weitblick nicht zu verlieren.

    denn genau den braucht ein scout. deshalb reitet er ja auch nicht immer mit dem treck sondern ist meist als vorhut unterwegs oder auf einer anhöhe, um die gesamtsituation zu überblicken.

    Beispiele für Scoutings:
    • Produkteinführungen
    • Regelmäßige Scoutings als Supervision für interne und externe Prozesse
    • Interagieren auf Marktbewegungen
    • Einstieg in neuen Markt

    Wenn Sie Scouting als zusätzliches Marketing-Tool nutzen möchten, mache ich Ihnen gerne ein individuelles Angebot.



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