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Zwei Tage. Zwei Bikes. Ein Erlebnis. Gemeinsam mit unserem Nachbarn Arno verabschiedeten Helga und ich uns für drei Tage vom Alltag und schwangen uns auf unsere Motorräder mit Zielpunkt Como-See. Über den Arlberg ging's nach Landeck und Richtung Reschenpass. Dann rechts weg in die Schweiz - über Scuol, Susch, Zernez in wunderschöne Engadin. Die erste Anstrengung für meine 23 Jahre alte Transalp war dann der Albulapass mit  2312m Seehöhe. Beifahrerin und volle Gepäckladung verlangten meinem Zweirad-Traktor einiges ab. Trotzdem meisterte der Bald-Oldtimer die Kehren mit Bravour. Die nächste Etappe führte über Thusis und die beeindruckende Schlucht der Via Mala nach Splügen, wo der Höhepunkt der Tour auf uns wartete. Den Splügen-Pass (2113m) auf Schweizer Seite zu erklimmen, ist gar kein Problem. Auf der italienischen Seite warten dann aber ein paar sehr anspruchsvolle 180°-Kehren mit mächtigem Gefälle - und das ganze dann auch noch in einem Tunnel und bei minimaler Straßenbreite. Das Gewicht von Fahrer, Beifahrerin und Gepäck hängt plötzlich in den Armen und man hofft, dass die Lenker nicht abbrechen. Wir hatten Glück mit dem Verkehr. Bis auf ein paar völlig überforderte Lowlander ging es doch zügig voran. Ein etwas betagter Jaguar-Fahrer (nach seinem Fahrstil zu schließen zum ersten Mal im Gebirge unterwegs) schrottete seinen hinteren Stoßfänger, weil er - wahrscheinlich unabsichtlich - eine Abkürzung in den engen Kehren suchte. Wir ließen uns hinunter zum Lago di Mezzola (nördlich des Como-Sees) gleiten und erreichten um 18.00 Uhr unser schönes Hotel in Verceia mit Seeblick (am Lago di Mezzola). Die ausgezeichnete Küche des Hauses verwöhnte uns am Abend noch mit einem redlich verdienten Abendessen. Am zweiten Tag unserer Tour hatten wir die Umrundung des Lago di Como geplant. Entlang des Seeufers durch winzige Gässle (wer sich in Italien ein größeres Auto kauft, als einen Fiat Uno ist selber schuld), pittoreske Dörfer, reichlich Tunnels führte uns der Weg hinunter nach Como, das wir allerdings nur schnell Richtung Osten durchquerten. Der Flair dieser lärmigen Stadt zog uns nicht unbedingt an.

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Über Erba und Lecco erreichten wir das Ostufer des Sees, das wir allerdings über das Val Sassina umfuhren. Allerdings stellte sich heraus, das dieses Tal zwar nett aber nicht unbedingt erfahrenswert ist. Es dient den Einheimischen vielmehr als geschickte Umfahrung des Sees. Trotzdem fand unser Scout Arno auch dort eine schnucklige Pizzeria, in deren schattigen Gastgarten wir Platz fanden. In Bellano stießen wir dann wieder auf den See und erreichten um 18.00 Uhr unser Hotel am Lago di Mezzola. In der Nacht zog dann ein erfrischendes Gewitter mit Regen durch. Für unsere Heimfahrt hielt der Wettergott allerdings zu uns - es blieb trocken. Den Heimweg wählten wir über das Val Bregaglia und den Maloja-Pass (1815m) nach St. Moritz. In Susch zweigten wir dann links ab und querten den Flüelapass (2383m) nach Davos. Dann trieben uns unsere inzwischen wund gerittenen Hinterteile Richtung Heimat. Über Landquart, Liechtenstein und Feldkirch erreichten wir gegen 17.00 Uhr wieder Lochau. Eine absolut empfehlenswerte Tour für jeden Biker, der die Berge und die Passstraßen liebt und vielleicht ein bissle besseres Sitzfleisch hat als wir drei.

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