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Wanderung durch die Masca-Schlucht auf Teneriffa. während unseres aufenthalts in teneriffa im februar 2014 entschlossen sich meine frau helga und ich, auch die viel gerühmte masca-schlucht im westen der insel zu begehen. es heißt ja: wer die masca-schlucht nicht begangen hat, hat teneriffa nicht gesehen. üblicherweise wird dieser barranco von dem kleinen bergdörfchen masca aus abwärts zum meer begangen. doch das erschien uns geübten bergwanderern dann doch ein bisschen anspruchslos. also nahmen wir den umgekehrten weg. mit dem auto ging’s nach los gigantes (einem sehr touristisch strukturierten hafenstädtchen im westen teneriffas). dort parkten wir den mietwagen und stiegen auf ein boot um, das uns in ca. 20 minuten von los gigantes entlang der eindrucksvollen, mehrere hundert meter steil aufsteigenden felsküste zum ausgangspunkt unserer wanderung brachte - zum playa de masca. da wir früh dran waren und das erste boot um 9.30 uhr erwischten (pro person euro 10,-) waren wir nur zu dritt an bord. welch ein zufall, dass wir auch an dem schönen segelschiff - der alexander humboldt II vorbeifuhren (auf der prachtvollen bark kann man - auch ohne vorkenntnisse - einen segelurlaub verbringen). das nachfolgende video zeigt kurz die rasante fahrt entlang der steilküste.



masca 03 text

am playa de masca angekommen, erhob sich vor uns das majestätische felsengewirr des barranco - unvorstellbar, wie man hier überhaupt einen weg finden soll. und anfangs war es auch etwas schwierig, den pfad zu entdecken. mal ging es links des baches, mals rechts, dann musste man wieder über hohe felsstufen steigen und sich entlang überhängender felsvorsprünge vorankämpfen. die masca-schlucht erstreckt sich nicht in gerader linie sondern ist ein verwinkelter barranco, der immer wieder 90°-kurven nimmt. immer wieder steht man vor mehreren hundert meter aufragenden felswänden und fragt sich, wo denn hier bitteschön der weg weitergehen soll. und dann kraxelt man über ein paar felsen oder springt über den bach und schon sieht man wieder den camino nach oben.
die felsformationen und die ausblicke erinnerten mich immer wieder an die king-kong-filme. wenn ich nicht wüsste, dass die allesamt woanders gedreht wurden, hätte ich schwören können, dass zumindest die erste expedition der schiffsbesatzung auf die geheimnisvolle insel hier gefilmt wurde. im oberen drittel des barrancos kam dann eine weitere erschwernis hinzu. hundertschaften von teils schlecht-beschuhten touristen kamen uns auf ihrem bergab-weg entgegen und an so mancher bachquerung mussten wir auf unserem recht bestehen, zuerst über die steine zu balanzieren, weil wir sonst 15 minuten hätten warten müssen. nach dreieinhalb stunden hatten wir es dann schließlich geschafft. wir waren in masca angekommen und das erste cerveza grande verdunstete schon beim runterschlucken. mit dem taxi (10,-) ging es dann nach santiago del teide und von dort mit der buslinie 462 für eur. 3,10 (beide) wieder hinunter nach los gigantes.
für uns eine der schönsten wanderungen der letzten drei wochen auf teneriffa und für jeden zu empfehlen, der bergwander-fit ist und gerne früh aufsteht. im sommer - so haben wir gehört - ist der weg einfacher (da der bach kaum wasser führt) aber dafür tummeln sich noch mehr touristen in der engen schlucht.

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