K
guerilla-elements-logo

gesicht
dank des fantastischen wetters seit anfang mai, konnten meine frau und ich in diesem frühsommer bereits ein paar anstrengende aber wunderschöne bergtouren machen. so schön unser hausberg hier am bodensee - der pfänder - auch für das wöchentliche training ist, so sehr zieht es uns im sommer dann doch in etwas höhere gefilde.

kellaspitze (2017m)

kellaspitz erstes

kellaspitz 02

kellaspitz 01

den anfang machte im juni die kellaspitze im großen walsertal. vor ein paar jahren haben wir den berg entdeckt und begangen. zunächst wandert man von marul aus gemächlich auf einem kleinen sträßchen bergan, dann im zickzack über satte alpwiesen bis es schließlich ab dem bettlerstapfen felsig wird. nach ein paar kleinen kletterpartien (die allesamt gut gesichert sind) erreichen wir nach nicht einmal 3 stunden den gipfel auf 2017m. insgesamt ging's von marul rund 1000 höhenmeter hinauf (und natürlich auch wieder hinunter).

roggelskopf (2284m)

anfang juli wagten wir dann endlich einen berg, den wir schon seit vielen jahren im auge haben. die weithin sichtbare landmark im klostertal wollten wir schon seit langen besteigen. allerdings schreckten uns schilderungen von felsigen, brüchigen abschnitten und schlechter sicherung immer wieder ab. dieses jahr war der roggelskopf (2284m) aber endlich fällig.

roggelskopf 02

roggelskopf 03

und weil wir keine luschen sind, wählten wir nicht den gemütlichen weg von der freiburger hütte im lechquellengebirge (bis zum formarinsee könnte man über eine mautstraße fahren und dann noch 30 minuten zur hütte laufen). sondern wollten uns den "ganzen" aufstieg geben - und zwar von braz (ausgangspunkt rosengarten). auf einem extrem steilen waldweg (masonweg) bewältigt man in der ersten stunde gefühlt die ersten tausend höhenmeter. dann erreicht man die masonalpe (bevor man zur alphütte kommt zweigt der weitere weg aber links ab). der mächtige roggelskopf verändert - je näher man ihm kommt - sein aussehen. nach querung des kleinen alp-plateaus geht es über wiesen und latschen hinauf zu einem geröllfeld. hier machen wir im zick-zack-kurs noch mal ordentlich höhenmeter.

roggelskopf 04

roggelskopf 05

im letzten stück zum gipfel erwartet uns dann eine felsrinne und einige kletterstellen - allesamt jedoch (wider erwarten) hervorragend durch seile und eisen gesichert. oben angekommen entschädigt der blick - u.a. hinunter ins klostertal bis nach bludenz und weiter - für den doch kräftezehrenden vierstündigen aufstieg. die ca. 1500 höhenmeter geht's danach auf gleichem weg wieder bergab. vorallem der extrem steile waldweg wieder hinunter nach braz verlangt seinen tribut. die letzte stunde gibt mein linker miniskus auf. dank der wanderstöcke und der motivierenden worte meiner frau ("unten gibt's a feins bierle") bewältigen wir auch dieses stück der wanderung. und sind froh, den mächtigen brocken endlich mal bestiegen zu haben.

großer widderstein (2533m)

widderstein 01

voller motivation und dank des weiterhin traumhaften wetters planten wir eine woche nach dem roggelskopf bereits die nächste bergtour. eigentlich sollte es nur gemütlich rund um den widderstein gehen. der markante berg in der grenzregion zwischen allgäu, kleinwalsertal, lechtal und bregenzerwald fiel uns in den vergangenen jahren vorallem bei der klassischen motorradtour durchs ländle immer wieder ins aug. einen tag vor unserer tour beschlossen wir, nicht nur rund um den berg sondern hoch zum gipfel zu laufen. da im internet von einem vielbesuchten berg die rede war, wollten wir möglichst früh los. um viertel nach sieben in der früh marschierten wir schließlich vom hochtannbergpass bereits gemütlich zur widdersteinhütte (45 min.) hinauf.

widderstein 02

nach weiteren 20 minuten zweigt vom weg (richtung höferalpe und höferspitze) rechts der anstieg zum großen widderstein ab. um schlecht ausgerüstete oder ungeübte bergwanderer von der gipfeltour abzuhalten steht auf dem wegschild zwar nichts drauf. wirklich abschrecken lassen sich aber die wenigsten davon, was wir später beim abstieg sehen werden. eine gute stunde geht es dann ziemlich steil durch geröll und fels hinauf. das spannendste stück ist dabei der durchstieg eines breiten kamins, an dessen rechter flanke sich eine senkrechte, mächtige wand emporstreckt. hier sieht man auch die geologische besonderheit des widdersteins, der entstanden ist, als sich der hauptdolomit der lechtaldecke auf die der allgäudecke geschoben hat. der fels scheint aus aufeinander geschichteten schichten zu bestehen.

widderstein 03

der aufstieg zum gipfel ist zwar steil und mit vielen kletterpartien versehen, doch das gestein macht es mit vielen kleinen vorsprüngen und versetzten felsstufen leicht, nach oben zu kommen. es sind zwar keine sicherungsseile gespannt aber die braucht es auch nicht wirklich. der weg im fels ist außerordentlich gut markiert. obwohl es am gipfel dann doch etwas diesig war, genossen wir die grandiosen ausblick auf die umliegende bergwelt. beim abstieg bewahrheitete sich dann die warnung aus dem internet, dass der widderstein von hinz und kunz bestiegen wird. eine völkerwanderung aus mehr oder weniger bergtauglichen touristen kam uns entgegen.

widderstein 05

widderstein 06

widderstein 07im kamin musste man höllisch aufpassen, dass man von den turnschuh-bergsteigern losgetretene steine nicht auf den kopf bekam. bei dem ein oder anderen, der uns da gegen mittag entgegenkam, fragten wir uns dann auch, ob der oder die das tatsächlich bis zum gipfel schaffen würde. ein junger (nicht unsportlicher) mann gab dann vor dem felseinstieg wegen seiner schuhe auf. von denen hatten sich nämlich die sohlen gelöst. für den abstieg fixierte er sie mit klebeband. rund 850 höhenmeter sind vom hochtannbergpass zum gipfel des großen widdersteins zu bewältigen.

auf der heimfahrt machten wir noch einen einkehrschwung im wiederbelebten gasthaus/pension bad hopfreben. jahrzehntelang war das gebäude direkt an der straße als gruppenunterkunft bzw. als leerstand vor sich hingerottet. nun haben es ein holländisches aussteigerpärchen von der stadt bregenz gepachtet und in schuss gebracht. ein hübsches kleinod, dass man sich merken muss.

bad hopfreben


hochgerach (1987m)

hochgerach 02

nach den vorangegangenen anstrengenden touren wollten wir im sommer noch mal eine gemütliche tour machen. als fantastischer aussichts-gipfel bietet sich da im walgau der hochgerach an. wir starteten von der talstation des "schnifner bähnle's" erst mal richtung henslerstüble und bergstation der bahn.

hochgerach 01

von dort ging's dann weiter richtung gipfel. nach insgesamt ca. 1300 höhenmetern hatten wir's geschafft und genossen den (etwas diesigen) ausblick und eine ordentliche jause. für den rückweg wählten wir die route westwärts ein stück entlang des walserkamms, dann richtung älpele, sender und wieder zum henslerstüble, wo wir natürlich einen einkehrschwung machten.

hochgerach 04
(manchmal trennen gerade mal ein paar zentimeter fels den walgau vom laternsertal)

den restlichen abstieg ersparten wir uns dann jedoch und genossen die talfahrt mit dem fast schon historischen schnifner bähnle (in den winzigen gondeln der 1961 gebauten Bahn finden max. 5 leute platz).

hochgerach schnifis bahn

und hier noch ein spezielles bild vom 2. gipfel mit gipfelkreuz - hundert meter vom hochgerach entfernt (leider hab ich bis heute noch nicht den namen herausgefunden). meine kleine kamera stellte exakt im richtigen moment auf die ameise scharf, die unbedingt aufs bild wollte:

hochgerach 03


schillerkopf (2.000m) und mondspitze (1.967m)

schillerkopf 01

indian summer über bludenz und bürs. dank des herrlichen herbstwetters statteten wir den "heimatbergen" meiner frau mitte oktober noch einen besuch ab. vom wanderparkplatz tschengla oberhalb von bürserberg und ganz in der nähe der alpe rona führt der weg hinauf zum schillersattel (1.874m), von wo aus der gipfel des schillerkopfs bereits ganz nah scheint. doch man muss erst noch über eine kurze abwärtspassage, dann um eine beeindruckende 100m tiefe und 200m breite gipsdoline (ein krater im karst mit unterirdischem wasserabfluss) gehen, bevor man nach einem alpinen steig und hohen tritten durch ein latschenfeld den gipfel erreicht. außer uns ist nur noch eine frau an diesem morgen auf dem schillerkopf. knapp 2h haben wir gebraucht.

schillerkopf 02

schillerkopf 03

nach einer kurzen stärkung geht es zurück zum sattel und dann nehmen wir natürlich noch die mondspitze mit (ca. 1h). der bis knapp unter den gipfel mit latschen dicht bewachsene bergrücken hat ein ganz anderes profil und ist vom schillersattel aus mit wenig anstrengung bequem zu erreichen. dementsprechend mehr los ist auch auf dem gipfel mit dem markanten metallkreuz.

mondspitze

den abstieg wählen wir über die steile flanke hinunter zum klampersätteli und dann entlang eines fahrwegs vorbei an der furklaalpe, den steinkreisen wieder hinunter zur rona alpe und dem wanderparkplatz (1,25h).

schillerkopf 04

bei wolkenlosem traumwetter genossen wir diese wanderung und belohnten uns für die erklommenen ca. 900 höhenmetter noch mit einem kühlen radler im schönen gastgarten des gasthauses schäfle in bürserberg.

schillerkopf 05


Säntis (2.502m)

saentis 05

Das stabile Bergwetter hielt noch weit bis in die mitte des Oktobers hinein an. Grund genug, einem der markantesten Gipfel unserer Region mal wieder einen Besuch abzustatten - dem säntis im schweizerischen appenzell. diesmal war ich mit zwei freunden unterwegs, die beide zeit und muse fanden, unter der woche diese tour zu unternehmen (am wochenende ist der "hausberg" der ostschweizer leider ziemlich überrannt - vorallem die bergstation, zu der man bequem mit der seilbahn hochkommt). nach eineinhalbstündiger autofahrt gelangten wir zur talstation der säntisbahn (erstaunlich: für den parkplatz werden keine gebühren verlangt). direkt vom parkplatz führt der wanderweg dann rechts gleich hoch in richtung der markanten felswand, die sich vor einem auftürmt und für einen "normalen" bergwanderer anfänglich unüberwindlich scheint. "wo bitte geht da der weg entlang?".

saentis 01

nach rund zwei dritteln der höhenmetern gelangt man zum berggasthaus tierwis (die hütte und die davor platzierte obligatorische schweizer fahne sieht man auch schon von unten). dort machten wir eine kurze rast, um danach über ein steinernes, zerklüftetes hochplateau und zum schluss über die berühmte "himmelsleiter" hinauf zum gipfel zu gelangen.

saentis 02

saentis 03

saentis 04

dort erwartet einen ein feudales, großes panoramarestaurant, dass wir aber nicht brauchten, weil unsere rucksäcke gut gefüllt waren - inkl. zigarre und gipfel-whisky. mit dem wetter hatten wir absolut glück, gilt der säntis doch als regenreichster ort der schweiz. beeindruckend sind hier oben jedenfalls der 123m hohe sendemast der swisscom und der phantastische ausblick auf sechs länder. wir brauchten für die ca. 1200 höhenmeter etwa 3h (angeschrieben sind ca. 3,5h). der spannende, abwechslungsreiche und wirklich schöne weg hat mich wieder einmal schwer begeistert. hinunter ging's dann aber mit der seilbahn. die 32 franken pro person sind jetzt zwar kein schnäppchen aber wir gönnten uns die bequemlichkeit als abschluss für einen rundum gelungenen bergtag.

Aktuelle Stories

so geht selbstvermarktung

06. Dezember 2018
in der nähe von linz steht ein gemüse- u
mehr...

smarte lehrlings website

06. September 2018
im duden wird das modewort „smart“ mit
mehr...

der hightech zahnarzt

28. August 2018
website-update für die zahnarztpraxis arm
mehr...

fräser an. film ab.

21. August 2018
ein bild sagt mehr als tausend worte. 25 b
mehr...

the unanswered question

10. Juli 2018
nichts weniger als die drei elementaren fr
mehr...

kein gurkensalat in riezlern

10. April 2018
als mich jeremias und bettina zum ersten g
mehr...

Inhalte suchen

..

Adresse

Franz Kuttelwascher,  guerilla elements®
6911 Lochau / Austria
fon +43 660 7085023
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

sitemap  impressum  datenschutz
 
guerilla-elements® ist ein eingetragenes
Markenzeichen von Franz Kuttelwascher