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Der Pool an qualifizierten Facharbeitern ist in Vorarlberg praktisch ausgetrocknet. Auf der einen Seite die immense Nachfrage durch die heimische Industrie, auf der anderen Seite das verlockende Salär auf der Schweizer Seite des Rheins. Dazu gesellt sich noch der Effekt, dass immer weniger junge Menschen einen bodenständigen Beruf als Facharbeiter anstreben sondern ein Studium ins Auge fassen. (Oft genug ohne wirkliche Ambition auf einen bestimmten Beruf sondern eher um das echte Leben mit Geldverdienen und eigener Verantwortung möglichst lange rauszuschieben.)

So stellt sich auch für meinen Kunden Lercher Werkzeugbau in Klaus die Situation zunehmend dramatisch dar. Denn obwohl man seit Jahren ein dynamisches Wachstum hinlegt (zwei mal wurde der Neubau in Klaus auf inzwischen 8000 qm erweitert), ist die Suche nach Mitarbeitern eine stete Herausforderung. Man besinnt sich deshalb - so wie die meisten High-Tech-Firmen im Land - schon seit langem darauf, den Nachwuchs selbst heranzuziehen. Auch wenn sich jedes Jahr namhafte Firmen um die spärliche Anzahl von Lehrlingen rauft, bleibt der ein oder andere motivierte Youngster auch bei Lercher im Rechen hängen. Oft ist die Bekanntheit des Unternehmens für die jungen Leute ein gewichtiger Grund, sich für diesen oder jenen Lehrbetrieb zu entscheiden. Und da punkten natürlich zu allererst die Globalplayer im Land. Ein hidden champion wie Lercher, von dem selbst die meisten Bewohner des eigenen Dorfs nicht genau wussten, was er eigentlich produziert, hatte da verständlicherweise schlechte Karten. „Wir sind keine Rampensau“, sagte Geschäftsführerin Sandra Ender-Lercher in einem unserer ersten Gespräche. „Wir liefern täglich Präzision in Millionenauflagen ab. Aber uns öffentlich dafür auf die Schulter zu klopfen - das sind wir nicht.“ Für mich, der in seiner Laufbahn auch einige Jahre in Baden-Württemberg ur-schwäbische Mittelständler betreuen durfte eine bekannte Aussage.

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Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute gilt es, auch um Mitarbeiter zu buhlen. Denn wer die besten hat, sichert sich Know-How. Maschinen kann man kaufen. Gute Mitarbeiter muss man entwickeln, motivieren und halten.
Mit dieser Erkenntis vor Augen rückte auch für den Kunden nun das Thema „Lehrlingswerbung“ in den Mittelpunkt der Kommunikation. Seit etwas mehr als drei Jahren wird nun in den heimischen Medien mit einem für Lercher ansehnlichen Budget um die Gunst der jungen Leute geworben.

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Die allgemeine Erklärung des unternehmerischen Gegenstands sprich „was Lercher tut“ wird dabei stets mit weiteren attraktiven Angeboten für Lercher-Lehrlinge kombiniert. Denn was da exakt in den CNC-Fräscenter bei Lercher gerade aus Stahl herausgearbeitet wird, ist meist top-secret, weil es Teile für Produkte sind, die erst in Monaten auf den Markt kommen. Das darf nicht kommuniziert werden. Aus dieser Not machten wir eine Tugend und entwickelten aus den angebotenen sportlichen und sozialen Events für Lercher-Lehrlinge spannende „Eyecatcher“ für die Anzeigenkampagne. Die Verbindung zur eingesetzten High-Tech und dem Berufsbild stellte dann der Copy-Text her. Da werden dann z.B. beim Schluchtenfox 30m tiefe Schluchten überwunden, beim Kartfahren die Boliden durch die Schikanen manövriert oder im Wildwasser Stromschnellen überwunden. Alle Events wurden fotografisch und filmisch begleitet.

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Als Resultat dieser kontinuierlichen Nachwuchswerbung darf man sicher den Erfolg des im Oktober stattgefundenen ersten Tags der offenen Tür bei Lercher sehen. Hunderte Interessierte kamen um sich den „unbekannten“ High-Tech-Betrieb mal von innen anzusehen.

Mit neuen Medien und noch stärker auf die Zielgruppe fokussierten Kampagnen soll dieser Weg auch 2017 fortgesetzt werden.


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    Branchen, Themen, Medien
    Für folgende Industrien/Branchen habe ich bereits gearbeitet:

    •     Möbelhandel
    •     Tourismus
    •     Lebensmittelindustrie
    •     Dentalindustrie
    •     Heizungsindustrie
    •     Investitionsgüterindustrie
    •     Handwerk
    •     Großhandel, Einzelhandel
    •     Zahnärzte
    •     Dienstleister
    •     Modeindustrie
    •     Verkehr (Airport, Airline)
    •     Kulturelle Institutionen
    •     Werkzeugbau

    Im Alleingang oder mit Freelancern realisiere ich für meine Kunden u.a.:

    •     Corporate Design (Identity)
    •     Prospekte, Verkaufsunterlagen
    •     Werbeclips, Radiospots
    •     Direktmarketingaktionen
    •     Messestände
    •     Shopdesign
    •     Packungsdesign
    •     Kalender
    •     Anzeigenkampagnen
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