| Freitag, den 11. November 2011 um 07:15 Uhr |
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So leicht geht das. Als erstes sichtbares Ergebnis des Scoutings und des gemeinsamen Nachdenkens über das neue Selbstverständnis des Werkzeugbauers aus Klaus wurde für die diesjährige Fakuma in Friedrichshafen ein völlig neues Messestand-Konzept realisiert. Es sollte vor allem jenen Weg widerspiegeln, den man seit dem Frühjahr in Sachen Kommunikation eingeschlagen hat: Im Gegensatz zu vielen Branchenkollegen, deren Marktauftritt so schwer wie 80-prozentige Mayonaise daherkommt, will Lercher künftig zeigen, dass man den Kunden nicht mit den Details dieser durchaus komplexen Aufgabe belastet sondern ihm tatsächlich das Gefühl gibt, ihm eine Last abzunehmen. "Wir machen das schon." Der jugendliche Charme der Führungsriege (Dominik und Sandra Lercher haben die Leitung des Unternehmens im letzten Jahr offiziell von der Gründergeneration übernommen), die flachen Strukturen und das technisch wie know-how-mäßig bestens aufgestellte 70köpfige Team wollen auch im Auftritt nach außen entsprechend dargestellt werden. Das begann schon bei der Einladung auf die Fakuma - eine der größten Fachmessen für Kunststoff-Spritzguss und dazugehörigem Werkzeugbau, die dieses Jahr in Friedrichshafen stattfand. Anstatt um den heißen Brei herumzureden, wurde eine Einladungskarte versendet, die klipp und klar sagte, dass man zwar verdammt gut sei, aber man außerhalb Vorarlbergs bisher unbekannt sei. Und da man dies in Zukunft ändern wolle, würde man auf der Fakuma zeigen, was man kann. "Uns kennt kein Schwein" - Eine Headline, die ich nicht bei jedem meiner Kunden durchbekommen hätte. Gratulation für den Mut an Sandra und Dominik Lercher.![]() Leichtigkeit und "Unaufgeregtheit" sollte deshalb das neue Messekonzept von Lercher darstellen. Nach einer Marktrecherche erkannten wir, dass sich die Branche tatsächlich sehr schwerfällig und technikverliebt präsentiert und damit den potentiellen Kunden förmlich "erschlägt". Der Lercher Messestand sollte deshalb das exakte Gegenteil eines typischen Werkzeugbauer-Auftritts sein. Anstatt den Stand mit Werkzeugen, stählernen Apparaturen, überbordenden Werbeargumenten zuzustellen und zuzupflastern, entschieden wir uns, die Leichtigkeit durch "Freiraum" zu demonstrieren. Im Prinzip besteht der Stand lediglich aus einer hohen gebogenen Rückwand, auf die im oberen Bereich ein Video-Clip projeziert wird. Er zeigt in sechs Sequenzen (unterlegt mit leichter Urlaubs-Musik), die einfach es ist, mit Lercher seine Idee in ein fertiges Produkt umzusetzen. Da der Werkzeugbauer auch selbst Kunststoff-Spritzguss anbietet, zeigten die Videoclips den gesamten Weg bis hin zum Spritzen des Kunststoff-Teils. ![]() Die mehr als 1,80m hohen blauen Buchstaben des Lercher-Logos setzten den einzigen Kontrapunkt auf dem sehr hell und einfach gehaltenen Messestand. Der Videoclip fungierte als "Eyecatcher" für jene Besucher, die auf den Stand zugingen. Für jene, die direkt davor standen, hatten wir weitere "Köder" gelegt. In drei Präsentationsboards wurden außergewöhnliche bereits realisierte Werkzeuge gezeigt - allerdings nicht einfach so, sondern eingebettet in - für Maschinenwerkzeuge - ungewöhnliche Umgebungen - nämlich in einen echten Rasen, in ein Bett aus feinem Sand und eingelegt in Wurzelholz. Diese Blickfänge generierten genug Aufmerksamkeit, um die verdutzten Messebesucher zumindest in ein Gespräch zu verwickeln. Um den Effekt noch zu verstärken, wurde zudem - jedesmal wenn eine Gruppe Besucher sich dem Stand näherte - mit einer kleinen elektrischen Rasenschere das Grün gepflegt, um zu zeigen, dass es sich tatsächlich um echten Rasen handelte. Der Erfolg des Messeauftritts bestätigte die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. Lercher konnte zahlreiche neue Kontakte knüpfen und selbst konkrete Aufträge haben sich aufgrund des "etwas anderen" Messeauftritts ergeben. Ich freue mich gemeinsam mit meinem Kunden, dass das Konzept so gut aufgegangen ist und sehe schon den nächsten Schritten auf unserem neuen Weg mit Freude entgegen. Realisiert wurde das Konzept des Messestands von der Lustenauer Firma Vorsprung. |

Das begann schon bei der Einladung auf die Fakuma - eine der größten Fachmessen für Kunststoff-Spritzguss und dazugehörigem Werkzeugbau, die dieses Jahr in Friedrichshafen stattfand. Anstatt um den heißen Brei herumzureden, wurde eine Einladungskarte versendet, die klipp und klar sagte, dass man zwar verdammt gut sei, aber man außerhalb Vorarlbergs bisher unbekannt sei. Und da man dies in Zukunft ändern wolle, würde man auf der Fakuma zeigen, was man kann. "Uns kennt kein Schwein" - Eine Headline, die ich nicht bei jedem meiner Kunden durchbekommen hätte. Gratulation für den Mut an Sandra und Dominik Lercher.
