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Donnerstag, den 03. März 2011 um 11:31 Uhr
lercher_scouting_thumbMuster brechen in einer konservativen Branche
Scouting für Lercher Werkzeugbau, Klaus (A)

Einer der am dynamischten wachsenden Werkzeugbauer der Region wird sich bewusst, dass perfekte technische Leistung auch mit einem ebenso professionellen Marktdialog gekoppelt werden muss.


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Die "Revolutionszelle" der Veränderung bei Lercher mit dem Führungsteam Dominik (3.v.li) und Sandra Lercher (re)

In 30 Jahren hat Firmengründer Bernhard Lercher aus dem Garagen-Startup ein High-Tech-Unternehmen mit heute 60 Mitarbeitern gemacht. Wer nach Klaus (Vorarlberg) fährt, dem springt die moderne Fassade in der Nähe von Bahnhof und Autobahnabfahrt sofort ins Auge. Dahinter steckt ein Familienbetrieb, der sich viel vorgenommen hat. Nach dem vollzogenen Generationswechsel führen nun Sandra und Dominik Lercher das Unternehmen. Neben dem Werkzeugbau für namhafte in- und ausländische Kunden hat man vor ein paar Jahren auch das Thema "Kunststoff-Spritzguss" für sich erschlossen. Die Arbeitsabläufe funktionieren reibungslos, das Portfolio ist schlüssig, die Mitarbeiter hoch motiviert und die technische Qualität aus dem Hause Lercher ein Begriff. Dennoch empfindet man sich eher als zuverlässiger Lieferant denn als technologische Marke, die ihre eigene Philosophie und Wertewelt darstellt. Doch genau das ist oft der Schlüssel, um bei Neukunden bereits im Erstkontakt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. "Wir müssen lernen, unsere starke technische Leistung auch nach außen zu kommunizieren." gießt es Dominik Lercher, der den Bereich Werkzeugbau managt in einen Satz. Seine Schwester Sandra, die die kaufmännische Administration und den Bereich "Kunststoff-Spritzguss" leitet, führt als Beispiel die letzten Messeauftritte des Unternehmens an. Dort konnte man zwar bei bestehenden Kunden Präsenz zeigen, doch fehlte die eigenständige, unverwechselbare Kontur, um sich gegen die reichlich anwesenden Wettbewerber tatsächlich nachhaltig abzuheben.

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Genau dies soll nun in Angriff genommen werden. Doch nicht mit einem von außen übergestülpten "Behübschungs-Konzept" wie es klassische Werbekampagnen oft tun, sondern mit einem intensiven "Nachdenken" über sich und seine Stärken. Als begleitender Marketingscout darf ich diesen Prozess leiten und moderieren. In mehreren Sitzungen soll eine ausgesuchte Revolutionszelle - sprich eine kleine Crew Mitarbeiter aus allen Bereichen des Unternehmens dieses Konzept erarbeiten und dann die Ideen weitertragen - zunächst in die ganze Firma, dann in den Markt.

Als Einstimmung auf die bevorstehende Arbeit gab's deshalb von mir erst mal eine zweistündige Präsentation zum Thema "Muster brechen" und warum es den meisten Unternehmen so unendlich schwer fällt, eingefahrene Routinen zu verlassen. Ich hoffe, ich konnte ein paar "Aha"-Erlebnisse produzieren. Fest steht jedenfalls, dass eine Veränderung nach außen Resultat einer intensiven Beschäftigung nach innen sein muss. Und dieses Nachdenken und kreative "Spinnen" über neue Wege werden wir im kommenden halben Jahr mit Feuereifer angehen. Ziel ist es, auf der nächsten großen Branchenmesse im Herbst deutlicher, eigenständiger und nachhaltiger mit dem Markt zu kommunizieren. Eine überaus anstrengende aber auch spannende Aufgabe. Eingebrokt haben mir diese Sandra und Dominik Lercher, denen ich für ihr Vertrauen an dieser Stelle ganz herzlich danke.

Mehr Infos zum Unternehmen Lercher Werkzeubau und Kunststoff-Spritzguss gibt's hier.
 
 
franz kuttelwascher, guerilla marketing
A-6911 Lochau / Austria / Vorarlberg
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